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Was soll man über Österreich wissen?

Republik Österreich mit einer Bodenfläche von 83855 km2 liegt im südlichen Mitteleuropa, hat Anteil an den Ostalpen und am Donauraum. Österreich ist ein Bundesstaat, der aus neuen Bundesländern besteht: Vorarlberg (Landeshauptstadt Bregenz), Tirol (Innsbruck), Salzburg (Salzburg), Kärnten (Klagenfurt), Steiermark (Graz), Oberösterreich (Linz), Niederösterreich (St. Polten), Burgenland (Eisenstadt) Wien (Bundeshauptstadt). Österreich hat gemeinsame Grenzen mit vielen Staaten. Es grenzt an die BRD, die Tschechien, Ungarn, Jugoslawien, Italien, die Schweiz und Liechtenstein.

Geschichte. Österreich ist aus der von Karl dem Großen errichteten Ostmark entstanden. Das Habsburgische Österreich, das 1440-1806 den deutschen Kaiser stellte, wurde in der Reformationszeit zur Vormacht des Katholizismus, zugleich aber zur Schutzmauer Westeuropas gegen die Türken (1529 die erste, 1683 die zweite Belagerung Wiens durch die Türken ) und zum Verteidiger Deutschlands gegen Frankreich. 1683 eroberte Österreich Ungarn. 1804 wurde Österreich zum Kaiserreich, doch 1806 legte Franz II. die deutsche Kaiserkrone nieder. Nach den napoleonischen Kriegen wurde Österreich nach dem Wiener Kongress 1815 noch einmal führend in Europa und unter Metternich zur reaktionären Vormacht im Deutschen Bund und (neben Russland) in der Heiligen Allianz. Im März 1848 begann die Revolution der unterdrückten Völker und Klassen, besonders in Wien, Budapest, Praq und Mailand. Die Niederschlagung der Revolution in Un­garn 1848 mit Hilfe der zaristischen Truppen bedeutete den Sieg der Konterrevolution. Nach dem österreichisch-preußischen Krieg 1866 („Bruderkrieg“) trat Österreich aus dem Deutschen Bund und damit auch aus der deutschen Politik aus. 1867 wurde nach «Ausgleich» mit ungarischen Magnaten die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn (k. u. k. Monarchie) gebildet, in der nur Heer, auswärtige Politik und Finanzen gemeinsam waren. Die Besetzung Bosniens und der Herzegowina brachte Österreich an die Seite Deutschlands (1879 Zweibund); innenpolitisch verschärfte sich der Nationalitätenkampf. Die Ermordung des Thronfolgers Erzherzogs Ferdinand führte zum Ausbruch des 1. Weltkrieges. Danach wurde der Vielvölkerstaat aufgelöst, und am 12.11. 1918 die erste Republik Österreich ausgerufen. Der Friedensvertrag von Saint-Germain (1919) schuf die selbständigen Staaten: die Tschechoslowakei, Polen, Ungarn und Jugoslawien. Der Anschluss an Deutschland wurde verboten. Unter der christlich-sozialen Regierung wuchsen jedoch seit 1920 die Anschlussbewegung und der Faschismus (die «Heimwehr») an. Die von Mussolini und der Heimwehr geforderte Zurückdrängung der Sozial-Demokraten führte im Februar 1934 zum blutigen Arbeiter­aufstand des «Republikanischen Schutzbundes», der von dem christlich-sozialen Politiker Dollfuß niedergeschlagen wurde. Danach folgte das Verbot aller Parteien und die Anlehnung an das faschistische Italien. Dollfuß selbst wurde im Juli 1934 bei einem nationalsozialistischen Putschversuch ermordet. Am 11.03. 1938 erfolgte der Einmarsch faschistischer deutscher Truppen («Anschluss»), Österreich wurde als «Ostmark» dem nationalsozialistischen Deutschland angeschlossen. 1945 wurde Österreich durch die Sowjetarmee und die alliierten Truppen befreit. Am 8. Mai 1945 wurde die zweite Republik Österreich ausgerufen. Das Land wurde in vier Besatzungszonen mit einheitlicher Verwaltung eingeteilt. 1955 wurde auf sowjetische Initiative der Staatsvertrag abgeschlossen, der die Souveränität Österreichs wiederherstellte und es verpflichtete, keinerlei Form des Anschlusses an Deutschland oder Propaganda dafür zu dulden. Am 26. 10.1955 wurde vom Nationalrat das Verfassungsgesetz über die immerwährende Neutralität Österreichs angenommen. Ende 1955 zogen alle Besatzungstruppen ab.

Natur, Klima. Österreich liegt innerhalb der gemäßigten Zone. Sein Klima besitzt Übergangscharakter vom gemäßigten Westen zum kontinentalen Osten, weist aber infolge des unregelmäßigen Reliefs starke regionale Verschiedenheiten auf. Durch die Höhenlage ist der Sommer kühl und frisch, der Winter, besonders in den Tälern, kalt. Zu dieses Temperaturumkehr sagt der Volksmund: «Steigst du im Winter um einen Stock, wird es wärmer um einen Rock!»

Österreich ist vorwiegend Gebirgsland; es gehört zu den Alpen. Nur einige kleinere Gebiete im Osten und Südosten können als Flachland bezeichnet werden. Die Vielfalt des Reliefs und des Klimas bewirkt eine artenreiche Pflanzenwelt. Österreich zählt zu den waldreichsten Ländern Europas, der Waldanteil an der Gesamtfläche beträgt rund 38 Prozent. Die vorwiegende Waldart ist der Nadel- und Mischwald, der vorherrschende Baum - die Fichte. Im Alpenvorland wird der Wald vielfach durch Äcker abgelöst. In Burgenland findet sich eine spezifische Salzsteppenflora.

Österreichs Hauptstrom ist die Donau, die 350 km durch Österreich fließt. Fast alle Flüsse münden in sie. Der Bodensee und der Neusiedler See sind große Wasserflächen, die aber nur zum Teil Österreich gehören. Die berühmtesten Alpenseen sind die des herrlichen Salzkammergutes und die sommerwarmen Kärtner Seen. In den Alpen liegen hunderte kleine und kleinste Bergseen, oft «Meeraugen» genannt.

Bodenschätze sind teilweise bedeutend: Magnesit (47 Prozent der Weltproduktion); Eisenerz in Steiermark; Erdöl nordöstlich von Wien; Salz in Salzkammergut, in Salzburg und Tirol; Kupfer in Salzburg; Blei und Zink in Kanten; größere Braunkohlenvorkommen in der Steiermark, kleinere in Niederösterreich, Karrten, Tirol; etwas Steinkohle in Niederösterreich; Bausteine, Marmor, Zement werden in den Alpen gewonnen.

Bevölkerung. Die Zahl der Einwohner Österreichs beträgt 7,8 Millionen (1991). Die österreichische Bevölkerung ist zu rund 99 Prozent deutschsprachig. In einigen Orten des Burgenlandes lebt eine ungarische Minderheit und in Wien gibt es eine kleine Minderheit der Tschechen und Slowaken.

Der Großteil der österreichischen Bevölkerung wohnt in Landgemeinden und Kleinstädten. Es gibt 15 mittlere Städte (mit 20-100000 Einwohnern), darunter als größte Innsbruck, Salzburg und Klagenfurt und nur 3 Großstädte: Wien (etwa 1,6 Millionen), Graz und Linz. Die Bevölkerungsdichte ist sehr verschieden. Während die Hochalpengebiete sehr dünn besiedelt sind, wohnen in einigen Gegenden 1000 bis 200 oder mehr Menschen je 1 km2. Die Religionsbekenntnisse verteilen sich wie folgt: etwa 88 Prozent der Österreicher sind römisch-katholisch, rund 6 Prozent der Bevölkerung sind evangelisch (Protestanten), 1,5 Prozent haben ein anderes Religionsbekenntnis und etwa 4,5 Prozent sind konfessionslos.

Wirtschaft. Österreich ist ein hochentwickeltes Industrieland mit bedeutendem staatlichem Sektor (Grundstoffindustrie, Verkehr, Banken), doch der größte Devisenbringer ist der Fremdenverkehr. Von den Industriezweigen sind in hohem Maße entwickelt: Maschinen- und Fahrzeugbau, Metallindustrie, Textilindustrie, Nahrungsmittelindustrie, Bekleidungs- und Modewarenindustrie, graphische Industrie, Holz- und Papierindustrie, Kraftwerke. Die Land- und Forstwirtschaft ist nach Gegenden verschieden entwickelt. Der Ackerbau wird nur auf etwa 20 Prozent der Fläche betrieben. Das Alpengebiet gibt natürlich der Viehzucht (Alm- und Graswirtschaft) den Vorzug. Der Ackerbau findet in den flachen Gebieten teilweise hervorragende Böden vor (auch Schwarzerde). Ebenso gibt es für den Obst-Weinbau gebietsweise ausgezeichnete Klima- und Bodenbedinungen. Die Erträge sind hoch.

Handel. Österreich pflegt einen regen Warenaustausch mit seinen nächsten Nachbarn so wie mit anderen Ländern. Die Einfuhr bezieht sich vor allem auf Rohstoffe und Halbfabrikate (besonders Steinkohle, Koks, Baumwolle, Kupfer, Eisen, Futtermittel, Felle, Häute, Rohtabak, künstliche Düngemittel), aber sie umfasst auch Fertigwaren (z.B. Maschinen, elektronische Apparate, Eisen- und Metallwaren, Wollwaren, Schuhe, Chemikalien, Farben, Arzneimittel) und Nahrungsmittel (besonders Weizen, Schweine, Rinder, Obst, Südfrüchte, Frühgemüse, Kaffee, Tee, Kakao). Zu den wichtigsten Ausruhrgütern zählen: Fertigwaren (Fahrzeuge, Metallwaren, Maschinen, Baumwoll- und Schafwollwaren, Papier, Leder, Schuhe, chemische Erzeugnisse) sowie Holz, Erze, Metalle, Energie und Nahrungsmittel.

Verkehr. Die Hauptverkehrsknotenpunkte sind: Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz. Mehrere europäische Fernzüge nehmen ihren Weg durch Österreich. Die Schiffahrt auf der Donau nimmt ständig zu.

Staatsaufbau. Österreich ist nach dem Zweikammersystem eingerichtet. Die gesetzgebenden Organe sind der Nationalrat (beschließt die Bundesgesetzte) und der Bundesrat (repräsentiert als Länderkammer das bundesstaatliche Prinzip). Nahezu jeder vom Nationalrat angenommene Gesetzentwurf muss dem Bundesrat vorgelegt werden. Der Nationalrat wird auf vier Jahre gewählt. Das aktive Wahlrecht besitzen alle Bürger Österreichs, die das 19. Lebensjahr vollendet haben. Die Abgeordneten des Bundesrates werden von den Landtagen im Verhältnis zur Bevölkerungszahl der einzelnen Bundesländer gewählt. Die vollziehende Gewalt üben der Bundespräsident und die Bundesregierung aus. Der Bundespräsident wird auf die Dauer von 6 Jahren gewählt. Er vertritt die Republik nach außen. Die Bundesregierung besteht aus dem Bundeskanzler, ferner aus dem Vizekanzler und den übrigen Bundesministern. Jedes der neun Bundesländer wird von einer Landesregierung verwaltet, an deren Spitze der vom Landtag gewählte Landeshauptmann steht.

Parteien. Die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ), Nachfolgerin der 1934 aufgelösten sozialdemokratischen Partei, übt Einfluss auf einen bedeutenden Teil der österreichischen Arbeiterklasse aus. Die österreichische Volkspartei (ÖVD) ist eine christlich-demokratische Partei, sie setzt sich aus den ehemaligen Christlichsozialen zusammen und vertritt die Interessen von Vatikan, Großbourgeoisie und Großgrundbesitzern.

Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) stützt sich auf die «liberal-freiheitlichen» Kreise; sie ist 1955 gegründet aus Teilen des Verbandes der Unabhängigen (VdU) und anderen liberalen und nationalen Gruppen. Sie versteht sich als fortschrittlich und antikollektivistisch und bestimmt die österreichische Innenpolitik mit.

Presse. Die wichtigsten Zeitungen sind: «Wiener Zeitung», amtliches Presseorgan der Regierung: «Arbeiter-Zeitung», «Zentralorgan der SPÖ», «Die Presse» vertritt die Interessen des Handels- und Industriekapitals; «Volksblatt», Organ der ÖVP; «Kurier», eine der größten österreichischen Tageszeitungen, eine bürgerliche Zeitung, die sich «unabhängig» und «unparteilich» nennt.

Fernsehen. Die beiden Fernsehprogramme ORF 1 und ORF 2 sind durch das Programmschema so strukturiert, dass der Fernsehkonsument zwischen Unterhaltung, Information und anspruchvollen Inhalten wählen kann. Die Beginnzeiten der einzelnen Sendungen sind daher aufeinander abgestimmt. Zusätzlich wird seit Mai 1988 für jedes der neun Bundesländer ein Lokalprogramm gesendet.

Literatur. Die österreichische Literatur ist zwar allein schon durch Sprache und wechselseitige Beziehungen mit der deutschen Literatur verbunden, hat aber ihr eigenes Gepräge durch enge historische Beziehungen zu den slawischen Ländern, zu Italien und Spanien. Die Klassik und Romantik gipfelten in dem Werk Grillparzers (Drama), Lenaus (Lyrik) und Stifters (Prosa); eine sehr realistische Richtung ist durch Rosegger vertreten. Zum Impressionismus zählten Schnitzler, v. Hofmannsthal, Rilke und Stefan Zweig, zum Expressionismus Kafka, der neben dem sozialistischen Schriftsteller Kisch zum Prager Literaturkreis gehörte. Nach dem I. Weltkrieg wurden die zeitkritischen Romanautoren Roth, Musil und Broch bekannt. In den letzten Jahren trat eine neue, teils katholisch-konservativ, teils subjektivistisch, teils sozialfortschrittlich gesinnte Dichtergeneration in Erscheinung: Huppert (Prosa), Bachmann (Lyrik) u. a.

Musik. Die österreichische Musik ist jahrhundertelang von der deutschen nicht zu trennen. Durch die Volksmusik der Alpenländer und die vielseitige Berührung mit der Musik anderer Völker im einstigen Nationalitätenstaat erhielt sie allmählich ihr eigenes Gepräge. Die österreichische Musik gipfelte in der Wiener Klassik (Haydn, Mozart, Beethoven) und in der Romantik (Schubert, Bruckner, Mahler). Die moderne Musik wird durch Schönberg, Berg und Webern repräsentiert. Zur Weltgeltung kam die österreichische Musik auch durch Wiener Walzer (Johann Strauß, Vater und Sohn) und die Operetta (Millöcker, Suppe, Zeller).

Was soll man über Wien wissen?

Wien ist die Bundeshauptstadt und Bundesland zugleich. Die Stadt liegt im Osten des Bundesgebiets und hat vorzügliche verkehrsgeographische Lage im Schnittpunkt der Verkehrslinie der Donau mit den uralten Verbindungswegen von der Ostsee zum Mittelmeer. Wien zählt etwa 1,6 Millionen Einwohner. Es ist Sitz der gesetzgebenden Körperschaften des Bundes, Sitz der Bundesregierung, der Zentralbehörten und Obersten Gerichtshöfe und eine Reihe internationaler Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung u.a. Wien ist Österreichs Wirtschaftszentrum. Hier befinden sich wichtige metallverarbeitende, feinmechanische und elektrotechnische Industriebetriebe. Es ist auch Mittelpunkt der Geschmackindustrie, des Kunstgewerbes und der Mode. Die österreichischen Großbanken, Sparkassen, Versicherungsgesellschaften, die meisten größten Firmen haben ihren Hauptsitz in Wien. Als Messestadt tritt Wien jährlich zweimal mit Internationalen Messen in Erscheinung.

Das Stadtgebiet ist in 23 Bezirke eingeteilt. Aus dem linken Ufer der Donau liegen große Arbeiterviertel. Der rechte Teil der Stadt ist radial, d. h. es gibt neun radialliegenden Hauptstraßen, überquert durch zwei Ringstraßen (den Ring und den Gürtel). Der Ring ist erst am Ende des 19. Jahrhunderts an der Stelle einer Mauer entstanden. Auf dieser 57 m breiten und 4 km langen Straße sind haupt­sächlich Verwaltungsgebäude.

Eine zweite äußere Ringstraße ist der «Gürtel». Außerhalb des Gürtels liegen die Arbeiterviertel mit großen Mietskasernen ohne Grünanlagen. Die Stadt ist umgeben von den Höhenzügen (Wienerwald).

Wien hat nach wie vor als Theater- und Musikstadt internationalen Ruf (Die Wiener Staatsoper). Hervorragende Sänger bestätigen den Ruf der Wiener Gesangkunst, und das Orchester genießt unter dem Namen «Wiener Philharmoniker» Weltruhm. Das Burgtheater (gegründet 1659) gehört zu den führenden Bühnen im deutschsprachigen Raum. In der ganzen Welt berühmt ist Wien als die Stadt der Operette.

Die meisten bekannten Wahrzeichen Wiens, die Denkmäler, Paläste und Kirchen standen schon im 18. Jahrhundert. Stephansdom (136 m) war 1433 im großen und ganzen fertig. Ein paar hundert Meter vom «Alten Steffi», wie ihn die Wiener mit Liebe nennen, entfernt steht die bekannte Pestsäule, ein Andenken an den Kampf gegen die große Pest im. 17. Jahrhundert. Man sollte noch vier berühmte Gebäude wegen ihrer historischen und kulturellen Bedeutung nennen: die Karlskirche, der bedeutendste barocke Kirchenbau Wiens, die Hofburg, ehemalige Winterresidenz der Habsburger mit der spanischen Hofreiterschule und der Schatzkammer, das Schloss Schönbrunn, 1700 gebaut, mit den Innenräumen im Stil des Barocks und des französischen Rokokos und das Schloss Belvedere, der ehemalige Sommerpalast, einer der schönsten Barockbauwerke der Welt.

Was gibt es in Österreich Neues in der Sprache?

Die deutsche Sprache in Österreich hat viele nationale sprachliche Besonderheiten. Es wird oft, besonders auf dem Lande, nur Mundart gesprochen. Hier sei­en nur wenige Beispiele dafür angeführt: Samstag (statt Sonnabend), Jänner (Januar), Feber (statt Februar), der Fleischhauer (der Fleischer), Erdäpfel (Kartoffeln), Gefrorenes (Speiseeis), Obers (Sahne), Paradies (Tomaten), Semmel (Brötchen), Backhendi (ein junges Huhn), heuer (heute, dieses Jahr), die Jause (das Essen zwischen Mittag- und Abendessen, besteht aus Kaffe oder Tee mit Gebäck), die Tabak-Trafik (Zigarettenladen, wo man auch Briefmarken u. a. m. kaufen kann).

Gute Freunde in Österreich grüßen einander, egal ob morgens oder abends, mit «Servus!», «Grüß Gott!». Der Wiener sagt «Guten Morgen», wenn er kommt und erwidert den Gruß mit: «Ich habe die Ehre! Guten Tag!»

Die Schweiz

Die Schweiz liegt in Mitteleuropa. Ihre amtliche Bezeichnung ist Schweizerische Eidgenossenschaft. Die Schweiz grenzt an Deutschland, Osterreich, Liechtenstein, Italien und Frankreich. Hier leben 7,0 Millionen Menschen 83,7% sind Schweizer, 5,6% sind Italiener, 2,1% Spanier, 1,7% Deutsche, 1,3% Türken und 5,6% andere Nationalitäten. Somit ist die Schweiz ein multinationaler Staat, wo Menschen verschiedener Nationalitäten zusammenleben. Die Fläche beträgt 41 293 Quadratkilometer. Die Hauptstadt der Schweiz ist Bern. In diesem Land gibt es vier gleichberechtigte Amtssprachen. Das sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Die Schweiz ist ein föderaler Staat und besteht heute aus 26 Kantonen. Die legislative Gewalt liegt bei der Bundesversammlung. Diese besteht aus zwei Kammern: dem Nationalrat und dem Ständerat. Der Ständerat ist die föderative Kammer. Jeder schweizerische Kanton sendet mindestens einen Abgeordneten in den Ständerat. Jeder Kanton hat seine eigene Verfassung, Regierung und sein eigenes Parlament. Die Rechte der Kantone sind jedoch durch die Bundesverfassung begrenzt. Die schweizerische Regierung ist der Bundesrat. Die Schweiz hat kein eigentliches Staatsoberhaupt. Der Bundesrat wählt jedes Jahr gemäß seinem Kollegialprinzip ein Mitglied aus seiner Mitte zum Bundespräsiden- ten. Die Schweiz ist kein großes Land, aber dank ihrer schönen Natur wurde sie weltbekannt. Sehr viele Touristen kommen das ganze Jahr hierher, um dort ihren Urlaub zu verbringen. Zahlreiche Kurorte mit der gesunden Klima sind sehr bekannt und beliebt. Somit ist die Schweiz zu einem Zentrum des Tourismus geworden. Die Natur ist wirklich sehr schön: Berge und Täler, Wälder und Wiesen, viele kleine und große Seen. Die Schweiz ist ein Hochgebirgsland. Man kann das herrliche Panorama der Alpen bewundern. Weltbekannt sind die Schweizer Uhren, Schweizer Käse, die Schweizer Schokolade und natürlich die Schweizer Banken. Trotz der immer wahrender Neutralität haben in der Schweiz verschiedene internationale Organisationen ihren Sitz. Besonders viele gibt es in Genf, einschließlich der UNO. Hier finden viele internationale Kongresse und Konferenzen statt.

Luxemburg

Das Großherzogtum Luxemburg liegt in Westeuropa. Es grenzt an Frankreich, Belgien und Deutschland. Seine Flache beträgt 2600 Quadratkilometer. Die Einwohnerzahl ist 400 000 Menschen, 26% davon sind Ausländer: Deutsche, Franzosen, Italiener, Portugiesen. Luxemburg ist ein Herzogstum mit der konstitutionellen Monarchie. An der Spitze des Staates ist ein Herzog. Er beschließt Gesetze, ernennt und entlässt Kandidaten für Staatsposten, ist der Oberbefehlshaber der luxemburgischen Streitkräfte. Der Regierungschef ist der Staatsminister. Das höchste gesetzgebende Organ ist ein Einkammerparlament. Die Hauptstadt ist Luxemburg. Das Land ist in drei Distrikte eingeteilt. Die Amtssprachen sind Deutsch und Französisch. Die Bevölkerung spricht aber einen moselfränkischen Dialekt. Viele sprechen auch Englisch und Luxemburgisch. Die Religion ist katholisch. Luxemburg ist ein Industrieland. Die wichtigsten Industriezweige sind Eisen- und Stahlproduktion. Nach der Stahlproduktion pro Kopf der Bevölkerung nimmt Luxemburg den ersten Platz in der Welt ein. Es gibt auch Chemie-, Nahrungsmittel- und Zementindustrie, Maschinenbau und keramische Industrie. Die intensive Landwirtschaft deckt fast völlig den Eigenbedarf des Landes. Luxemburg ist auch ein großes Finanzzentrum Europas. In der Übersetzung aus dem Altdeutschen bedeutet Luxemburg ein alter Schloss. Es gibt Angaben, dass schon im Jahre 963 ein kleiner Staat mit solchem Namen existierte. Im Laufe von Jahrtausenden verlor Luxemburg oft seine Unabhängigkeit und war zu verschiedenen Zeiten — bald unter Frankreich, bald unter Spanien oder Österreich. Im Jahre 1866 bekam Luxemburg Unabhängigkeit. In den gegenwärtigen Grenzen existiert der Staat seit 1839. Die Londoner Konferenz von 1867 proklamierte Luxemburg als einen immer währenden Neutralstaat. Seit 1948 gehört Luxemburg der Beneluxunion und seit 1949 auch der NATO an. Die Natur Luxemburgs ist sehr schön und mannigfaltig: Ebenen und Hügelland, Taler und Wälder, Wiesen und Felder.

Liechtenstein

Liechtenstein Liechtenstein liegt in Mitteleuropa, in den nördlichen Alpen. Es ist der kleinste deutschsprachige Staat. Liechtenstein grenzt an die Schweiz und Osterreich. Seine Fläche beträgt 160 Quadratkilometer. Das ist sechsmal kleiner als die Stadt Moskau. Das Land hat ungefähr 30000 Einwohner, davon sind etwa ein Drittel Ausländer. 44% davon sind Schweizer, 21% Österreicher und 10% Deutsche. Die Amtssprache in Liechtenstein ist Deutsch. Die Hauptstadt heißt Vaduz. Das Land ist in zwei Verwaltungsbezirke eingeteilt mit je fünf und sechs Gemeinden. Liechtenstein ist ein Fürstentum mit der konstitutionellen Monarchie seit 1921. Das Staatsoberhaupt ist der Fürst. 1866 erhielt Liechtenstein Unabhängigkeit. Die Unabhängigkeit hat aber einen scheinbaren Charakter: Wirtschaftlich ist es eng mit der Schweiz verbunden. Die Wahrung ist dieselbe wie in der Schweiz. Seit 1919 hat die Schweiz auch die diplomatische Vertretung Liechtensteins übernommen. Nur das Postwesen ist in Liechtenstein völlig unabhängig. Briefmarken aus Liechtenstein sind unter Philatelisten sehr gesucht und hoch geschätzt. Sie sind in jeder Briefmarkensammlung eine große Rarität. Die ersten Briefmarken wurden in Liechtenstein 1912 herausgegeben. An dieser Arbeit nahmen damals und nehmen auch heute berühmte Künstler teil. Günstige Gesetzgebung ließ zahlreiche ausländische Firmen und multinationale Konzerne ihren Sitz in Liechtenstein nehmen, die etwa 41% des Steuereinkommens bringen. Weitere 38% kommen aus dem Verkauf von Briefmarken und aus Postgebühren. Liechtenstein ist ein Alpenland. Aber der westliche Teil des Landes liegt im Tal Rheins. Das Klima dort ist sehr mild. Die Natur Liechtensteins ist sehr mannigfaltig: Nadelwälder, Täler, Bergwiesen und Weiden. Die Touristen besuchen sehr gern dieses kleine aber sehr malerische und schöne Land. Es ist ein Paradies für sie. Und nicht nur Touristen, sondern Tausende Alpinisten und Wintersportler besuchen sehr gern dieses Land und bewundern die Natur und Sehenswürdigkeiten.

ЛИТЕРАТУРА

1. Булгакова Г.Р. Страноведение: Германия. Учебное пособие. – М.: Высшая школа, 2005.

2. Буксман А.А. Немецкий язык: Учебно-методическое посо бие для студентов гуманитарных спеиальностей педагогических вузов очной и заочной форм обучения. – Уфа: РИО БашГУ, 2005 .

3. Девекин В.Н. Из сокровищницы немецкой поэзии. М., Просвещение, 1975 г.

4. Дрожжина Т.Е. Путешествие в историю Германии. Питер Пресс, 1996 г.

5. Ковальчук А.Н. Немецкий язык: основные лексические темы. – Мн.: Выш. Шк., 2001.

6. Микаенко А.А. Основные темы по немецкому языку. Аирис-пресс, 2004 г.

7. Строкина Т.С. 85 устных тем по немецкому языку. –М.: Рольф, Аирис-пресс, 1998 г.

8. Klein V. , Warkentin I. Deutsche Literatur. Moskau. “Proswestschenije”, 1975.

9. Panassjuk H.H.-J. Deutschland: Land und Leute. – Мн.: Выш. шк., 1996.

КОНТРОЛЬНЫЕ ЗАДАНИЯ ПО ПРОВЕРКЕ ОСТАТОЧНЫХ ЗНАНИЙ

  1. Учебно-методический комплекс по дисциплине «немецкий язык» Учебно-методический комплекс Составители (4)

    Учебно-методический комплекс
    Данная программа предназначена для преподавания немецкого языка на неязыковых факультетах государственной педагогической академии со стандартным (140 часов аудиторная работа, 200 часов – самостоятельная работа) объемом преподавания
  2. Учебно-методический комплекс по дисциплине «немецкий язык» Учебно-методический комплекс Составители (1)

    Учебно-методический комплекс
    Данная программа предназначена для преподавания немецкого языка на неязыковых факультетах государственной педагогической академии со стандартным (170 часов аудиторная работа, 170 часов – самостоятельная работа) объемом преподавания
  3. Учебно-методический комплекс по дисциплине «немецкий язык» Учебно-методический комплекс Составители (2)

    Учебно-методический комплекс
    Данная программа предназначена для преподавания немецкого языка на неязыковых факультетах государственной педагогической академии со стандартным (170 часов аудиторная работа, 170 часов – самостоятельная работа) объемом преподавания
  4. Учебно-методический комплекс по дисциплине «английский язык» Учебно-методический комплекс Составители (1)

    Учебно-методический комплекс
    Данная программа предназначена для преподавания английского языка на неязыковых факультетах государственной педагогической академии со стандартным (170 часов – аудиторная работа, 170 часов – самостоятельная работа) объемом преподавания
  5. Учебно-методический комплекс по дисциплине «немецкий язык» Для студентов заочной формы обучения специальностей

    Учебно-методический комплекс
    В учебно-методическом комплексе приводятся рекомендации по изучению дисциплины “Немецкий язык” (требования Государственного стандарта по дисциплине “Немецкий язык”, структура предмета, тематические планы практических занятий, методические
  6. Учебно-методический комплекс по дисциплине «Русский язык и культура речи» для студентов фиид

    Учебно-методический комплекс
    Данный учебно-методический комплекс адресован студентам гуманитарных и технических факультетов, изучающих русский язык и культуру речи, а также преподавателям высших учебных заведений.
  7. Учебно методический комплекс по дисциплине «Теория языка (Общее языкознание)» Составитель к ф. н., доцент В. Я. Пастухова

    Самостоятельная работа
    Язык как знаковая система. Понятие об уровнях языка. Система и структура языка. Язык и мышление. Язык и речь. Язык и общество. Синхрония и диахрония. Язык как важнейшее средство коммуникации.
  8. Учебно-методический комплекс по дисциплине иностранный язык

    Учебно-методический комплекс
    составлен в соответствии с требованиями Государственного образовательного стандарта высшего профессионального образования (ГОС ВПО) по специальности/направлению:
  9. Учебно-методический комплекс по дисциплине «Русский язык и культура речи» для студентов 2 курса дневного отделения исторического факультета Составитель: канд филол наук

    Учебно-методический комплекс
    Функциональные стили современного русского языка. Классификация стилей. Специфические и общие стилевые черты. Взаимодействие функциональных стилей. Понятие стилистической нормы.

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