Internetrecht

Abkürzungsverzeichnis

A

a.A. anderer Ansicht

ABl. EG Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften

Abs. Absatz

AG Amtsgericht

AGB Allgemeine Geschäftsbedingungen

AGBG Gesetz zur Regelung des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen

AHB Allgemeine Haftpflichtbedingungen

AJP Aktuelle Juristische Praxis (Zeitschrift)

AOL American Online

APNIC Koordinierungsstelle für Domainnamen in Asien

ArchPT Archiv für Post und Telekommunikation (Zeitschrift)

ARPA Advanced Research Projects Agency

AuA Arbeit und Arbeitsrecht (Zeitschrift)

B

BAG Bundesarbeitsgericht

BB Betriebs-Berater (Zeitschrift)

BDSG Bundesdatenschutzgesetz

BFH Bundesfinanzhof

BGB Bürgerliches Gesetzbuch

BGBl. Bundesgeseztblatt

BGH Bundesgerichtshof

BMFT Bundesministerium für Forschung und Telekommunikation

BMJ Bundesministerium der Justiz

BRAO Bundesrechtsanwaltsordnung

BR-DrS Bundesrats-Drucksache

BT-DrS Bundestags-Drucksache

Btx Bildschirmtext

BVerfG Bundesverfassungsgericht

BVerwG Bundesverwaltungsgericht

B2B Business to Business

B2C Business to Consumer

C

CD-ROM Compact Disc- Read only Memory

CERN Kernforschungszentrum in Genf

CF Computer Fachwissen (Zeitschrift)

cic Culpa in contrahendo

CISG Convention on the International Sale of Goods

CMMV Clearingstelle Multimedia für Verwertungsgesellschaften von Urheber- und Leistungsschutzrechten GmbH

Core Internet Council of Internet Registrars

CPU Central Processing Unit

CR Computer und Recht (Zeitschrift)

D

DAB Digital Audio Broadcasting

DANA Datenschutznachrichten

DB Der Betrieb (Zeitschrift)

DENIC Interessenverband Deutsches Network Information Center

DFÜ Datenfernübertragung

DGRI Deutsche Gesellschaft für Recht und Informatik

DIGI Deutsche Interessengemeinschaft Internet

Digma Zeitschrift für Datenrecht und Datensicherheit

DNS Domain Name System

DRiZ Deutsche Richterzeitschrift

DuD Datenschutz und Datensicherheit (Zeitschrift)

DV Datenverarbeitung

DVD Digital Versatile Disc

DVBl. Deutsches Verwaltungsblatt (Zeitschrift)

E

ECLIP Electronic Commerce Legal Issues Platform

ECLR European Comparative Law Review

ECMS Electronic Copyright Management Systems

E-Commerce Electronic Commerce

EDI Electronic Data Interchange

EDV elektronische Datenverarbeitung

EGBGB Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch

EGG Elektronischer Geschäftsverkehrgesetz

EIPR European Intellectual Property Review

E-Mail Electronic Mail

EU Europäische Union

EuGH Europäischer Gerichtshof

EuGVÜ Europäisches Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen

EuZW Europäische Zeitschrift für Wirtschaftsrecht

EWR Europäischer Wirtschaftsraum

F

FernAbsG Gesetz über Fernabsatzverträge und andere Fragen des Verbraucherrechts

FTC Federal Trade Commission

FTP File Transfer Protocol

G

GEMA Gesellschaft für musikalische Aufführungsrechte

GewO Gewerbeordnung

GRUR Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht (Zeitschrift)

GRUR Int. Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht International (Zeitschrift)

gTDL generic Topleveldomain

GVBl. Gesetzes- und Verordnungsblatt

GVL Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten

H

HGB Handelsgesetzbuch

hrsg. herausgegeben

HTML Hyper Text Markup Language

HTTP Hyper Text Transport Protocol

HWG Heilmittelwerbegesetz

HwiG Gesetz über den Widerruf von Haustürgeschäften und ähnlichen Geschäften

I

IAHC International Ad Hoc Committee

IANA Internet Assigned Numbers Authority

ICANN Internet Corporation for Assigned Names and Numbers

ICC International Chamber of Commerce

IHK Industrie- und Handelskammer

IMP Interface Message Processor

InterNIC Internet Network Information Center´s Registration Service

IP Internet Protocol

IPR Internationales Privatrecht

IPRax Praxis des Internationalen Privat- und Verfahrensrechts (Zeitschrift)

IRC International Relay Chat

ISDN Integrated Services Digital Network

ISO International Organization for Standardization

ISOC Internet Society

i. S. v. im Sinne von

ITM Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht

ITLP International Trade Law Project

ITU International Telecommunications Union

IuKDG Informations- und Kommunikationsdienstegesetz

IZVR Internationales Zivilverfahrensrecht

K

K&R Kommunikation und Recht (Zeitschrift)

KJ Kritische Justiz (Zeitschrift)

KUG Kunsturheberrechtsgesetz

KWG Kreditwesengesetz

L

LAG Landesarbeitsgericht

LG Landgericht

LMBG Lebensmittelbedarfsgesetz

LRG Landesrundfunkgesetz

LUG Literatururheberrechtsgesetz

LuGÜ Lugano-Übereinkommen

Leits. Leitsatz

M

MA Markenartikel (Zeitschrift)

MarkenG Gesetz über den Schutz von Marken und sonstigen Kennzeichen

MDR Monatsschrift für deutsches Recht (Zeitschrift)

MDStV Mediendienstestaatsvertrag

MMR Multimedia und Recht (Zeitschrift)

MMRCS Multimedia Rights Clearance Systems

N

NJW Neue Juristische Wochenschrift (Zeitschrift)

NJW-CoR Neue Jurististische Wochenschrift - Computerreport (Zeitschrift)

NJW-RR Neue Juristische Wochenschrift/Rechtsprechungsreport

NSI Network Solutions Inc.

NW Nordrhein-Westfalen

NZA Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht

NZV Netzzugangsverordnung

O

OECD Organisation for Economic Co-Operation and Development

OEM Original Equipment Manufacturer

OLG Oberlandesgericht

ONP Open Network Provision

OVG Oberverwaltungsgericht

P

PatG Patentgesetz

PC Personal Computer

PersR Der Personalrat (Zeitschrift)

pFV positive Forderungsverletzung

PIN Personal Identification Number

POP Point of Presence

PTRegG Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation

PVV positive Vertragsverletzung

R

R + S Recht und Schaden (Zeitschrift)

RabelsZ Rabels Zeitschrift für ausländisches und internationales Privatrecht

RAM Random Access Memory

RBÜ Revidierter Berner Übereinkunft

RdA Recht der Arbeit (Zeitschrift)

RDRP Restrictions Dispute Resolution Policy (RDRP)

RDV Recht der Datenverarbeitung (Zeitschrift)

RdW Recht der Wirtschaft (Zeitschrift)

RefE Referentenentwurf

RegE Regierungsentwurf

RegTP Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation

RIPE-NCC Réseaux Internet Protocol Européen Network Coordination Center

RIW Recht der internationalen Wirtschaft (Zeitschrift)

RL Richtlinie

S

SCP Sunrise Challenge Policy

SET Secure Electronic Transaction

SigG Signaturgesetz

SigV Signaturverordnung

SSL Secure Socket Layer

StBerG Steuerberatungsgesetz

STOP Start-Up Trademark Opposition Policy

T

TBDF Transborder Data Flow

TDDSG Teledienstedatenschutzgesetz

TDG Teledienstegesetz

TDSV Telekommunikationsdatenschutzverordnung
TKG Telekommunikationsgesetz

TKR Telekommunikationsrecht

TKV Telekommunikationskundenschutzverordnung

TLD Topleveldomain

U

UDRP Uniform Dispute Resolution Procedure

UFITA Archiv für Urheber-, Film-, Funk- und Theaterrecht (Zeitschrift)

UN United Nations

UNCITRAL United Nations Commission on International Trade Law

Unverö unveröffentlicht

UPR Urheberpersönlichkeitsrecht

UrhG Urheberrechtsgesetz

URL Uniform Respurce Locator

US United States

UWG Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb

V

VAG Versicherungsaufsichtsgesetz

VAR Value Added Reseller

VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger

VerbrKrG Verbraucherkreditgesetz

VERDI Very Extensive Rights Data Information (Projekt der EU)

VersR Versicherungsrecht (Zeitschrift)

VG Verwertungsgesellschaft

VO Verordnung

VuR Verbraucher und Recht (Zeitschrift)

VPRT Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation

VVG Versicherungsvertragsgesetz

W

WCT World Copyright Treaty

WIPO World Intellectual Property Organization

WM Wertpapier-Mitteilungen (Zeitschrift)

WPPT World Performers and Producers Right Treaty

WRP Wettbewerb in Recht und Praxis (Zeitschrift)

WTO World Trade Organisation

WuW Wirtschaft und Wettbewerb (Zeitschrift)

WWW World Wide Web

Z

ZfA Zeitschrift für Arbeitsrecht

ZIP Zeitschrift für Wirtschaftsrecht

ZUM Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht

ZUM-RD Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht/Rechtsprechungsdienst

ZPO Zivilprozeßordnung

ZZP Zeitschrift für Zivilprozeß

§ 1 Information und Recht - die Kernbegriffe

  1. Einführung

Das Informationsrecht ist eine neue Rechtsdisziplin, deren Wurzeln im Dunkeln liegen. Dies hängt zu einem großen Teil auch damit zusammen, dass der Gegenstand dieses Fachs nicht klar zu bestimmen ist. Niemand weiß, was Information ist. In der Tat scheint jeder zu wissen, was Information ist, ohne es jedoch konkret benennen zu können.1 Gängig sind negative Definitionen, etwa dergestalt: Information ist nicht gegenständlich, nicht greifbar, nicht zeitlich beschränkt. Solche Umschreibungen helfen wenig. Ebenso vage sind jedoch positive Auskünfte wie: Information sei ein „dritter Urzustand der Welt”, eine „neue Art Wirklichkeit“, neben der materiellen und geistigen Wirklichkeit, eine „strukturelle Koppelung”, eine „dritte universelle Grundgröße”. Diesen nebulösen Aussagen entsprechen eine Fülle von Informationsbegriffen in einzelnen Fachdisziplinen. Die differenziertesten Definitionsversuche unterscheiden zwischen Information als Prozess, als Subjekt, als Objekt und als System. Letztendlich bezeichnet Information semantisch wohl jede Kenntnisbeziehung zu jedem realen und irrealen Gegenstand der Welt.2 Damit ist der Begriff allerdings konturen- und grenzenlos. Nichtsdestoweniger besteht offensichtlich bei vielen Informationen ein ökonomischer Wert, der es rechtfertigen kann, diesen einer einzelnen Person zuzuordnen. Zu beachten ist allerdings, dass dieser Wert nur schwer zu fassen ist. Denn eine Information kann in dem Moment, in dem sie anderen mitgeteilt wird, ihren Wert verlieren; ja ihr Wert kann einzig und allein darin bestehen, dass niemand sie kennt.

Letztendlich lässt sich der Begriff des Informationsrechts nur verstehen, wenn man ihn phänomenologisch versteht. Er umschreibt eine Querschnittsmaterie, in deren Mittelpunkt Phänomene wie

  • das Internet

  • Soft- und Hardware

  • Kunsthandel

  • Rundfunk und Fernsehen

  • Musik, Theater, Film, Foto, Printmedien

  • Telekommunikation, Satellitenkommunikation, Kabelnetze

stehen.

Das Informationsrecht steht jedoch nicht als Oberbegriff für eine lose Sammlung verschiedenster Themen. Vielmehr hat das Informationsrecht eine zentrale Leitfrage: Wie werden wem wann und warum Ausschließlichkeitsrechte an Informationen zugeordnet? Diese Leitfrage lässt sich in Einzelprobleme untergliedern. So ist z. B. im Informationsrecht zu fragen:

  • Welche Ausschließlichkeitsrechte bestehen überhaupt (z. B. Immaterialgüterrechte, Persönlichkeitsrechte, Geheimnisschutz)?

  • Wie lassen sich diese Rechte voneinander abgrenzen?

  • Wie kann das Interesse der Allgemeinheit am freien Zugang zu Informationen gesichert werden?

  • Welche öffentlichen Interessen rechtfertigen Verbote der Informationsnutzung?

Dabei ist zu beachten, dass Information eine – für Zivilrechtler – unangenehme Eigenschaft hat: Sie ist ihrer Natur nach frei verfügbar und auf Verbreitung angelegt. Sie eignet sich daher nur schlecht zur Begründung von Ausschließlichkeitsrechten. Solche Rechte können vielmehr nur sinnvoll begründet werden, wenn ein besonderer Grund für die Gewährung von Ausschließlichkeitsrechten besteht und insofern auch ein klares, nach außen hin eindeutiges Kriterium für die Zuordnung besteht. In dubio pro libertate – jeder Zweifel an der Begründbarkeit eines Informations-Rechtes geht zu Gunsten der Informationsfreiheit.

  1. Geschichte des Informationsrechts

Das Informationsrecht nahm seinen historischen Ausgangspunkt Anfang der siebziger Jahre, als mit der zunehmenden Bedeutung der EDV auch deren Risiken in die öffentliche Diskussion gerieten. So begann eine breite Diskussion über den Schutz personenbezogener Daten, die sich bald mit einem der SPD nahestehenden politischen Duktus verband. In der Folge entstanden die ersten Datenschutzgesetze in Hessen (1974) und auf Bundesebene (1979). Nach dem Volkszählungsurteil (1983) trat der Streit um Möglichkeiten und Grenzen des Datenschutzes noch einmal in das Licht der Öffentlichkeit, bevor der Datenschutz dann seine bis heute andauernde Talfahrt nahm.

Auf anderen Gebieten kam die Diskussion erst allmählich ins Laufen. Zunächst wurden „first generation issues” behandelt, insbesondere die Frage der Anwendbarkeit traditioneller Regelwerke auf Software- und Hardware geklärt. So rankten sich Rechtsprechung und Literatur Anfang der achtziger Jahre um die Urheberrechtsfähigkeit oder die Sachqualität von Software. Als diese Grundsatzfragen durch höchstrichterliche Rechtsprechung geklärt waren, kamen die ”second generation issues”, Spezialfragen, wie der Vervielfältigungsbegriff bei RAM-Speicherung.

Die Forschung bewegte sich bis Ende der achtziger Jahre in ruhigeren Gewässern, bis dann durch Multimedia und Internet neue Themen ins Blickfeld gerieten. Bislang scheint die Forschung hier noch bei den „first generation issues“ stehen geblieben zu sein. So finden sich zahlreiche Beiträge zur Anwendbarkeit des traditionellen Werberechts auf Online-Marketing oder zum Schutz gegen Domain-Grabbing. Inzwischen normalisiert sich die Diskussion wieder. Nachdem die Anwendbarkeit traditioneller Regelungen auf Internet-Sachverhalte weitgehend (auch durch Gesetzeskorrekturen) geklärt ist, kommt jetzt wieder die Phase, in denen Detailfragen zu klären sind.

Dennoch ist es bis heute noch nicht gelungen, ein klares dogmatisches System des Informationsrechts zu begründen. Der Zusammenhang zwischen den verschiedenen Facetten des Informationsrechts harrt noch der Aufklärung und Diskussion.

  1. I. Информация о действующих оздоровительных организациях на территории Приморского края (1)

    Документ
    Лагерь находится в санаторной зоне города в капитальном кирпичном 2-х этажное здания. Отопление, водоснабжение и центральное, 5-ти разовое питание, комнаты от 2х до 6-ти мест,
  2. I. Информация о действующих оздоровительных организациях на территории Приморского края (2)

    Документ
    Собственник и учредитель Дорожная объединенная первичная профсоюзная организация Российского профсоюза железнодорожников и транспортных строителей на Дальневосточной железной дороге
  3. I. Информация о действующих оздоровительных организациях на территории Приморского края (3)

    Документ
    Находится на морском побережье б. Муравьиная, имеется собственный пляж, территория огорожена, имеются зоны отдыха для детей, для занятий спортом, разработана культурно-экскурсионная программа по г.
  4. I. Информация о действующих оздоровительных организациях на территории Приморского края (4)

    Документ
    Общефизическое оздоровление все дети получают согласно программе - на территории детского санаторно-оздоровительного лагеря находятся: спортивные площадки.
  5.  ed diboĉa, senbrida abase

    Документ
    advance antaŭen‑iri, ‑iro, ‑movi tr, ‑puŝi tr; plialt‑igi, ‑iĝi; antaŭpag‑i, ‑o; prunt(edon)i; antaŭa, anticipa; propono, logincito; ‑d progres‑ema, ‑inta; altgrada
  6. Law: Law of Latin America, Mexico and Central America, West Indies

    Документ
    / John Jasper. Highland City, Fla. : Rainbow Books, c1 . XXK184.J37 1 Law Gagnér, Sten, 19 1- Zur Methodik neuerer rechtsgeschichtlicher Untersuchungen / Sten Gagnér. Ebelsbach : R. Gremer, 1993- XXK 1 .G34 1993 Law The judicial role

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